Warum speziell manchmal besser ist als allgemein

So ein Computer ist ja irgendwann zur ultimativen Maschine geworden, nachdem er als Rechenmaschine ja schon mal nicht schlecht war. Eher so… nebenbei.
Meinen persönlichen „Aha-Effekt“ hatte ich als ich das erste Mal ein 5.1-Lautsprecher-System an meinen PC angeschlossen habe. Das war irgendwann um die Jahrtausenwende und die Lautsprecher gab es für kleines Geld bei irgend einem Discouter. Und es waren tatsächlich nur Lautsprecher, als „Prozessor“ diente die normale CPU des PCs, lediglich die Soundkarte musste entsprechende Anschlüsse zur Verfügung stellen. Heutzutage ist das Standard, jedem ist bestimmt schon aufgefallen, dass ein PC nicht nur mehr 3-Klinkenbuchsen hat wie früher (Lautsprecher, Kofhörer, Mikrofon) sondern eine Menge mehr deren „Bestimmung“ mehr oder weniger frei bestimmt werden können. Ja, ok… nicht jeder PC hat davon mehr als drei, Notebooks meist sogar nur 1 oder 2… aber ihr wisst wa sich meine ;)
Meine Zeiten eines 5.1-Systems an einem PC sind aber vorbei. Was aber nicht heißt, dass ich keins mehr habe. Sicher ist es toll, dass der PC das auch kann, aber es ist nicht so wie etwas zu haben was genau nur für diese eine Anwendungsmöglichkleit geschaffen wurde.
So eine ultiativ einsetzbare Maschine ist ja noch zu viel mehr möglich, aber es kommt halt nie an das heran was ein spezialisiertes Produkt kann. Es ist allerdings ein netter Einstieg.

Mir ist das alles wieder in den Sinn gekommen weil mir gerade wieder etwas passiert ist was in die Richtung geht, allerdings diesmal nicht mit einem PC… naja… vielleicht doch? Es geht um mein Smartphone.
Im Gegensatz zu manch anderen Leuten plane ich nicht mein ganzes Leben damit und bin auch nicht ständig per Mail erreichbar. Ich habe auch keine seltsame App die von mir fotografierte auf alt trimmt und dann publiziert, keine App die jedem sagt wo ich gerade bin und den ssh-Client nehm ich nur um von unterwegs Serve warten zu könenn (und das ist echt kein Geschenk ohne ‚richtige‘ Tastatur). Gut, das Gerät kann noch viel mehr, allerdings ist mir das zu zeitbindend.
Allerdings ist auch so ein Smartphone, durch seine Ausstattung, zu ziemlich lustig Sachen fähig… wenn man die richtige Idee hat. Da gibt es zum Beispiel verschiedene Apps die es ermöglichen seine Joggingstrecken aufzuzeichnen und die es sogar ermöglichen entsprechende Statistiken daraus zu errechnen. Das ist erst einmal eine gute Idee, und es ist so unglaublich einfach. Das Handy kommt mit allem daher was man so braucht: GPS-Empfänger, Bewegungssensoren und einer Internetverbindung. Also klingt das doch eigentlich ganz einfach: Handy anmachen, App starten, joggen und der Rest passt von alleine. Das Handy zeichnen die Strecke auf und lädt sie am Ende automatisch zu einem Webservice hoch, dort erwarten dann Statistiken und (heutzutage ganz wichtig! ;) )  die Möglichkeit seine Leitungen zu ‚teilen‘. Sprich anzugeben…

Ich für meinen Teil laufe gerne im Wald. Das ist wie Magie: Wenn die Sonne scheint gibt es kühlenden Schatten und bei Regen bleibt man einigermaßen trocken von oben. Für die Techniker ohne Realerfahrung: die Magie kommt von den Bäumen, speziell von ihrem Blätterdach. Dummerweise sorgen die Blätter auch dafür, dass der GPS-Empfang unter Umständen recht… eingeschränkt ist. Und die Hersteller von Smartphones neigen nicht wirklich dazu hochwertige GPS-Chips in ihre Geräte zu verbauen. Das sorgt dan dafür, dass man vor dem Laufen erst einmal minutenlang darauf warten muss, dass das Telefon die Satelliten gefunden hat. Erst recht wenn man nicht immer den Empfang aktiviert hat und so der Almanach neu gefüllt werden muss. Wenn dann irgendwann einmal die Position bestimmt wurde sorgen die ersten Bäume leider schon wieder dafür, dass das Signal abreißt. Prima… Kein Wunder, dass Google, Apple, etc. auch WLANs zur Auswertung der Position heran ziehen müssen. Ich weiß ja nicht wie da bei anderen ist, aber bei uns gibt es nur ganz, ganz wenige WLANs im Wald ;)

Kurzum: ich war unglücklich un dachte mir, dass es da draußen doch bestimmt noch andere Dinger der Art gibt. Tatsächlich haben eine Menge Hersteller Armbanduhren im Angebot die einen GPS-Empfänger besitzen und ganz nebenbei auch noch die Herzfrequenz aufzeichen können. Ich habe mich dann für ein Gerät von Garmin entschieden. Die gaben sehr früh mit GPS-Systemen angefangen und kommen eigentlich aus dem nautischen Bereich. Ich habe bereits einige Navigationsgeräte der Firma (sowohl im Auto als auch zum Geocachen) und habe bisher nie schlechte Erfahrung gemacht. Also ist eine Garmin Forerunner 110 bei mir aufgeschlagen… und siehe da: 15 Sekunden zum Satellitenempfang und eine perfekte Aufzeichnung meiner Laufstrecke. Durch Wald… unter einem Blätterdach. Herrlich :)

Und die Moral von der Geschichte: es ist zwar nett, dass ein Smartphone (oder ein Computer) zu so vielen Dingen fähig ist. Darauf spezialisierte Hardware erfüllt die Aufgabe in der Regel aber besser… manchmal auch viel besser.

— der Würschtlmann

Ein Gedanke zu “Warum speziell manchmal besser ist als allgemein

  1. Diese Diskussion ist ja nicht neu. Das fing schon sehr viel früher an mit der Diskussion über Kompatkstereoanlagen vs. einzelne Komponenten. Da ist dann zusätzlich auch das Argument aufgetaucht, wenn bei einer Komponente etwas defekt ist, schickst Du nur die Komponente in Reparatur, bei einer Kompaktanlage musst Du komplett auf Musik verzichten.

    Zurück zum Thema. Ich nutze auch einen „echtes“ mobiles Geräuschabspielgerät, weil mir die Software im Smartphone nicht den Komfort, die Möglichkeiten und den Klang bietet. Zum Wandern benutze ich auch ein spezielles Gerät, weil es einfach besser ist (und wir auch durch Wald laufen). Zum photographieren eine digitale Spiegelrefelxkamera, …

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