Die Qual der Wahl

Wer sich in der Welt der freien Software bewegt hat die Wahl. Das ist toll :)
Andererseits ist das natürlich auch eine Herausforderung wenn man nicht für sich entscheidet.

Ich habe die ehrenvoll Aufgabe jemandem einen Linux-Rechner einrichten zu dürfen. Mein Vorteil: der jemand ist fiffig und hat bereits mit Programmen wie OpenOffice gerbeitet. Die Umstellung sehe ich als relativ problemlos an.

Die Hardware-Frage ist auch geklärt. Ein schnelles Googeln ergab, dass die vorhandene Peripherie größtenteils unter Linux werkeln sollte. Der entsprechende Rechner wurde auch schon gefunden und bestellt. Der kommt ohne Betriebssystem und darf sich somit jungfräulich auf eine Linuxinstallation freuen.

Jetzt kommt aber die Qual der Wahl:
Was für eine Distribution installiere ich? Welche Desktopumgebung?
Mein erster Gedanke war: nimmste Sabayon mit KDE, da kennste dich gerade mit aus. KDE weil es von der Bedienung  her nicht weit von Windows weg ist, und Sabayon weil das einfach einmal installiert wird und sich dann (hoffentlich problemlos) selbst aktuell hält.

Gegen Sabayon spricht natürlich, dass da auch mal eben eine neue Version der Desktopumgebung installiert werden könnte, und dann sieht alles ganz anders aus. Vielleicht führt ein Update auch dazu, dass das System gar nicht mehr von alleine startet.

Im Augenblick tendiere ich zu Linux Mint mit KDE. Warum kein Gnome? Gnome 2 finde ich ein wenig… altmodisch. Ja, ich finde Windows 2000 auch toll, aber… *seufz*
Gnome 3 hingegen finde ich zu experimentell was die UI angeht. Das mag der zukünftige Weg sein der durch Studien herausgefunden wurde. Trotzdem verlässt mir das zu sehr das gewohnte Terrain.

Wie sieht eure Meinung aus? Mit einer kleinen Begründung wäre das natürlich super, vielleicht habe ich bei meinen Überlegungen ja etwas übersehen?

— der Würschtlmann

5 Gedanken zu “Die Qual der Wahl

  1. Linux Mint sieht mit Gnome noch mehr aus wie Windows, da ist die Umstellung noch wesentlich leichter als mit KDE.

    Linux Mint hat ausserdem den Vorteil, dass es auf Ubuntu basiert und viele Drittanbierter ihre Linuxsoftware auch für Ubuntu anbieten (die dann eben auch unter Mint läuft).

    • Da gebe ich dir recht.
      Allerdings ist es so, dass in absehbarer Zeit Gnome 2 durch Gnome 3 ersetzt wird. Da bin ich mir halt unsicher was die Umstellung angeht. Technisch sicherlich kein Problem, aber zumindest bei meinen Tests war es so, dass Gnome 3 erst mit der Gnome Shell benutzbar wurde. Und damit verändert sich die komplette Benutzung grundlegend. Das meine ich nicht wertend. Und ich möchte niemanden an Linux heran führen um ihn dann in x Monaten mitteilen zu müssen: „Jetzt ist das alles anders.“
      Das hätte ich zu dem Zeitpunkt Übergang KDE 3 zu KDE 4 ebenso gemacht. Da bin ich selbst auf Gnome umgesattelt weil mir das zu anstregend war.

      • Verstehe ich.

        Die beste KDE-Integration macht meiner Meinung nach OpenSUSE, daher würde ich die weniger guten Versuche anderer Distributionen links liegen lassen und OpenSUSE installieren. Die haben auch eine gute und sehr aktive Community (das wäre mir noch wichtig).

      • Oh richtig. OpenSuse habe ich total aus den Augen verloren weil mir privat nur noch Distributionen auf den Rechner kommen die von einer Community getrieben werden.
        Hmm… wenn ich da die aktuelle Version von März installiere gibt es zumindest bis in den Herbst nächsten Jahres Updates, also ein Jahr.
        Danach heißt es Upgrade oder Neuinstallation. Ich bin Rolling-Release-verwöhnt ;)

      • Ich auch, vor allem, wenn es funktioniert. :-)

        Apropos, in dem Fall lohnt sich auch ein Blick auf Fedora, allerdings ist „kurz vor bleeding edge“ vielleicht nichts für Endverbraucher. Ach, und ausserdem haben die auch Gnome 3.

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