dnsmasq oder: Nameserver einfach

Heute kam ich mal wieder in die Situation auf die Schnelle Hostnamen verteilen zu müssen. Da bot sich mir doch direkt die Gelegenheit mich in BIND einzuarbeiten. Eine Stunde später habe ich dann beschlossen, dass ich dafür echt zu jung bin ;)
Das Einrichten von Zonen und all so etwas… ich will doch nur ein paar Hostnamen verteilen.

Zum Glück gibt es da auch noch ein Programm für Normalsterbliche: dnsmasq.
Ja ich weiß, BIND ist total mächtig, aber auch total kompliziert. Dnsmasq kann dagegen zwei Sachen: als DNS- und DHCP-Server dienen, und das ziemlich einfach.
Ich brauchte mich heute nur mit der Funktion des DNS-Servers beschäftigen, und das war erfrischend einfach.

Unter unixoiden Systemen gibt es zwei Dateien die wichtig rund um das System der Namensauflösung sind: /etc/hosts und /etc/resolv.conf. In /etc/hosts werden bekannte Namen für IP-Adressen eingetragen, also das was durhc DNS-Server automatisiert wird. In der /etc/resolv.conf stehen die Informationen rund um die Nameserver die angefragt werden sollen, falls der angefragte Name nicht durch die /etc/hosts in eine IP-aufgelöst werden konnte.

Genau diese beiden Dateien verwendet dnsmasq als Informationsquelle für seine DNS-Server-Tätigkeit. So werden alle Namenszuweisungen aus der /etc/hosts genommen und Clients können diese somit Auflösen. Die /etc/resolve.conf wird dabei dafür verwendet um Nameserver zu definieren die angefragt werden wenn die Daten nicht in der /etc/hosts zu finden sind.

Eine ziemlich gute Anleitung findet man im ubuntuusers-wiki.

Ein kleines Programm das auf beeindruckende Weise zeigt wie wertvoll es ist, dass Konfigurationsdateien in Textform vorliegen, denn die /etc/hosts und /etc/resolve.conf sind Standards auf die man einfach zugreifen kann. Würden diese Informationen in einem Binärformat gespeichert werden (oder in einer Registry) wäre es um einiges Schwieriger einen „Zweitverwerter“, also in diesem Fall dnsmasq, an diese Daten zu bringen.

Dnsmasq findet sich in den Quellen jeder größeren Linux-Distribution und eignet sich hervorragend um in einem kleinen bis mittelgroßen, nicht hierarchischen Netz seine Hostnamen durch einen zentralen Nameserver zu verteilen.

— der Würschtlmann

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