Blender: Ausgleich für die Fummelfinger

Irgendwie habe ich in den letzten Wochen keine Lust mich Abends an den PC zu setzen um mal wieder irgendwas in Python zu basteln. Das muss ich gerade auch während meiner Arbeitszeit tun, und dann ist Abends mein Maß an wohlgeformten Programmzeilen voll.

Das soll aber nicht heißen, dass ich dem Rechner fern bleiben will ;) Vor allem nicht jetzt wo die Tage kürzer werden und Abends der Monitor und das Kaminfeuer locken.

Ich habe mich vor gut 4 Jahren schon einmal mit Blender beschäftigt und fand das eigentlich sehr interessant. Leider hat sich das dann zwischenzeitlich wieder verlaufen. Für den Urlaub hatte ich mir dann vorgenommen noch einmal einzusteigen. Ich finde das sehr entspannend Abends stundenlang Verteces durch die Gegend zu schubsen und so zu modellieren.
Blender ist ein freies Programm mit dem man 3D  Modelle modellieren und rendern kann. Damit erschöpft sich der Umfang noch lange nicht, allerdings sind das wohl die hauptsächlichen Aufgabengebiete. Dabei muss sich Blender nicht hinter proprietären Anwendungen verstecken.
Viel Beachtung erfuhren die Filme der Blender Foundation: Elephants Dream, Big Buck Bunny und Sintel.

Da sich in der letzten Blender-Version einiges getan hat, vor allem was die Oberfläche angeht, wollte ich mir auch die entsprechende Literatur anschaffen, da die Software dafür bekannt ist sehr… eigensinnig zu sein was die Bedienung angeht. Blender ist von Profis für Profis gemacht, da wird einfach eine Menge vorausgesetzt. Die Lernkurve ist steil, dafür geht das Arbeiten hinterher um so flotter.

Auf der Suche nach dem passenden Buch bin ich dabei über das Video-Training „Blender 2.5 – Das umfassende Training“ von Helge Maus gestoßen. Ich hatte ein bisschen Bauchschmerzen weil ich so etwas noch nie versucht habe, allerdings war das total unbegründet. Das Ganze funktioniert wunderbar. Helge macht ein bisschen 3D-Voodoo und erklärt dabei in ruhiger, sachlicher Sprache was genau er dort tut. Das tolle dabei ist, dass man natürlich genau sehen kann welche Schaltflächen er klickt, in welche Menüs er abtaucht und wie sich das dann auf die Modelle und Szenen auswirkt.
Hotkeys erklärt er in der Regel und man bekommt meistens eine kleine visuelle Info im Video wenn etwas besondere Aufmerksamkeit verdient.
Ich persönlich hätte mir noch gewünscht, dass gedrückteTasten einfach irgendwo erscheinen, damit man sich (besonders bei Hotkeys) das ganze auch ohne die Erklärung per Sprache anschauen kann.

Ich bin mir nicht sicher ob ich Schulungsvideos allgemein mag. Man kann schlecht Lesezeichen ins Buch setzen oder eben schnell zurückblättern wenn man etwas nachlesen will. Zumindest im Bezug auf Blender finde ich das aber eine super Methode. Da man zwangsweise sehr visuell arbeitet und die GUI nicht immer selbsterklärend ist, funktioniert es wunderbar wenn man jemanden einfach beim Arbeiten zuschaut.

Ich bin mit dieser Einführung hoch zufrieden, inzwischen habe ich das Training fast komplett gesehen. Demnächst wird es wohl einen Nachfolgetitel geben der auf diesem Training aufbaut. Je nachdem ob ich mit Blender am Ball bleibe werde ich mir das dann wohl auch einmal anschauen.

Und wenn das einigermaßen klappt dürft ihr euch hier natürlich auf ein paar hübsche Bilder freuen.

— der Würschtlmann

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