iSad – warum ich Jobs vermissen werde

von tobonaut

Servus,
nun ist eine knappe halbe Woche seid dem tragischen Tot von Apple Mitgründer Steve Jobs vergangen.

Nachdem dieses Ereignis in allen Arten von Medien für Aufregung sorgte habe ich nun für mich persönlich meine Gedanken gezogen – wieso gerade er meine Leitpersönlichkeit ist.

Steve Jobs

Dabei stelle ich fest, dass ich weniger materialistisch bin als ich von mir persönlich annahm. Es kam mir nämlich nicht auf sein recht gut gefülltes Sparkonto an sondern, irgendetwas hinterlassen zu haben, etwas revolutioniert zu haben. Einfach gesagt, ein Synonym für etwas zu sein.

Auch wenn dies sehr pathetisch klingt, aber Jobs hat ein Team um sich versammelt welche nicht nur einmal den kompletten IT-Markt umgekrempelt haben. Als „#1“ für mobiles Computing steht Apple für Innovation inklusive einem ausgeklügelten Benutzererlebnis in Verbindung mit einem nicht zu schlagendem Design.

Er hatte den Mut seine Dinge durchzusetzen, Milliarden für Entwicklung auszugeben, für ein Produkt, wo es noch gar keinen Markt für gab.

Ich glaube, dass Jobs vor allem durch den Gründungsgeist Mitte  der 70’er Jahren und durch seine persönliche Vergangenheit geprägt ist. Damals, als die komplette Computerindustrie gerade zu krabblen began musste man forsch an Dinge heran gehen. Ohne diesen Spirit, wären wir heute vielleicht nicht so weit wie wir eben heutzutage sind.

Allerdings habe ich starke Befürchtungen, dass diese Einstellung zur Unternehmenspolitik , mit den Personen wie Jobs, Gates und Co. mit verschwindet.

Ein nachdenkliches und nicht desto trotz doch lustiges Zitat welches ich gestern auf Twitter fand:

„Ten years ago, we had Steve Jobs, Bob Hope and Jonny Cash.

Now, we have no jobs, no hope and no cash“

Apple

Natürlich geht eine solche Reflektion seiner Ideale nicht ohne einer Prüfung des Ist-Zustandes einher. Wieso trete ich für Apple – einem Multi-Milliarden-Börsen-Unternehmen- so extrem ein, wie ich es nicht einmal für meinen eigentlichen Glauben tue? Wieso verzichte ich auf vieles um schließlich über sechshundert Euro für ein Gerät auszugeben, welches weder einzigartig noch von langer Aktualität ist? Als Student sind dies elementare Fragen, vor allem am Monatsende.

Allerdings kann ich es mit mir selbst einfach ausmachen. Ich fühle mich sicher und aufgehoben. Auch wenn diese Adjektive zu keinem High-Tech-Konzern passen sollten, widerspiegeln sie meine Gefühle. Sei es das wirklich nette Community Verhalten, das miteinander bei Produktankündigungen oder bei Shoperöffnungen, oder oder oder.

Man kann es kaum mit Worten beschreiben. Ich denke es ist eine Form von Glückseeligkeit und geborgener Zufriedenheit. Für diese Erfahrung kann ich mir auch intern rechtfertigen nicht gerade wenig Geld auszugeben.

Ich würde mich zum Beispiel von HTC verarscht vorkommen, durch ihre unklare Modellpolitik, der Flut an Geräten welche dann verspätet oder gar nicht erscheinen, den versprochenen aber nicht gehaltenen Features und den verschlimmbersserten Sicherheitslücken.

Apple sieht seine Produkte als tempoär vollkommen an. Dadurch erkläre ich mir auch die Geschmacksmuster Streitigkeiten mit anderen dubiosen Tabletherstellern.

Wenn man etwas erfunden hat, welches formvollendet in Design und Funktion ist – dieses dann billig kopiert wird, wäre ich auch stinksauer. *imho*.

Schluss

Vielleicht hilft das den ein oder anderen meine Haltung gegenüber Apple und Jobs besser zu verstehen. Allerdings muss ich sagen, wenn ihr es nicht könnt -> *wayne*

– der Bayer

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