Die besten Filme: „Die Hamburger Krankheit“

Dies ist der zweite Film den ich euch im Zuge des von Dirk ausgelösten Blogparade vorstellen möchte. Dirk sucht nach den besten Filmen die vor 1987 erschienen sind. Ich habe beschlossen mich dabei auf deutsche Filme einzuschränken um die Herausforderung zu erhöhen.

Dieser ist ein kleines bisschen neuer als der Erste Film den ich vorgestellt habe, zeigt aber auch wie verrückt das Fernsehprogramm heute ist. Während neuere Hollywoodpoduktionen im deutschen Fernsehen in fast schon beängstigenden Maße wiederholt werden, ist die Geschichte dieses deutschen Kinofilms eher… langweilig. Während er 1979 in den Kinos lief wurde er genau einmal (1982) im deutschen Fernsehen ausgestrahlt bevor er 2007 zum ersten Mal wiederholt wurde. Ich bin auf den Film vor langer Zeit aufmerksam geworden weil der Soundtrack von Jean Michele Jarre stammt.

Die Rede ist von „Die Hamburger Krankheit“, einem deutscher Science-Fiction-Film. In den 70ern hatten viele Filme des Genres etwas sehr Surreales („Zardoz“, „A Boy and his dog“), zu dem Zeitpunkt als der Film erschien war der Wandel hin zu einer ernsteren, bodenständigen Science-Fiction („Alien“, „Star Trek – The Motion Picture“) jedoch schon fast vollständig abgeschlossen. Wobei wir hier natürlich auch unterscheiden müssen zwischen Endzeitfilmen und den typischen Space-Science-Fiction. Denn „Die Hamburger Krankheit“ ist ein Endzeitfilm, und er ist skurril und surreal.

Die Handlung ist relativ einfach erklärt: in Hamburg tritt eine Krankheit auf, welche für die Infizierten tödlich ist. Es zeigen sich bis zum Tod keinerlei Symptome. Die einzige Auffälligkeit ist, dass die sterbende vor dem Tod die Fötushaltung einnehmen und mit einem Lächeln sterben.  Die Mediziner finden keine Lösung, und so wird die Stadt unter Quarantäne gestellt. Eine Gruppe von Leuten versucht hieraus zu entkommen.

Sowohl die Charaktere, als auch der Verlauf der Geschichte, sind voller Anspielungen auf die Gesellschaft und die Umstände der damaligen Situation in der BRD. Dabei verfolgt die Handlung die Gruppe aus Menschen die mehr oder weniger zufällig zusammen finden. Auch heute treffen noch viele der Anspielungen genau ins Schwarze.

Der Film ist surreal und skurril, das macht ihn aber nicht unbedingt schlecht. Besonders gelungen finde ich, wie „deutsch“ und „konservativ“ manche Stellen sind. Gerade die Mediziner und Gelehrten am Anfang… herrlich. Die Sache mit dem Wohnwagen: ganz groß! Der Film ist einen Blick wert, und wenn man sich darauf einlässt eröffnet er einem ganz verschiedene Einsichten und Ansichten.

Schade finde ich, dass er teilweise als Trash abgetan wird. Das ist nicht richtig. Zum Einen ist er das nicht, weder gewollt noch ungewollt, zum Anderen steck da wirklich viel drin. Man muss nur bereit sein sich auf die damalige Zeit und den Film einzulassen.

Falls ihr die Möglichkeit habt ihn zu sehen, oder ihn vielleicht schon kennt, würde mich eure Meinung interessieren. Ich habe hier absichtlich nicht zu viel über die Handlung geschrieben. Mich würde vor allem interessieren was ihr denkt woran, oder wann, die Menschen an der Krankheit sterben, denn entweder ist jeder infiziert… oder keiner.

— der Würschtlmann

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