IT Revolution 3.0? Wir sind live dabei!

Hinweis

Fuer alle die es genau wissen wollen – ich beziehe mich bei dem Wort Tablet auf alle mobilen Wegbegleitern welche keine Laptops im heutigen Sinne sind. Plattform ist hierbei völlig unwichtig.

Einleitung

Ich war immer neidisch auf Personen welche in den 80-er und 90er Jahren im Silicon Valley live bei der Entstehung der IT-Landschaft, wie wir es heute für selbstverständlich halten, dabei waren.

Wie gern hätte ich zu den ersten grafischen Interaktionsmoeglichkeiten von Rechnern beigetragen oder hätte staunend über 16Mhz Prozzesortakt gesprochen.

Dies blieb mir verwehrt. Bis heute…

Situation

Der zentrale konservative Rechner verschwindet aus immer mehr Haushalten. Dem entgegen tritt eine stetig wachsende Anzahl an Tablets welche auch bei Computer-Agnostikern eine Heimat finden. Seien es Kinder welche mit Mickey Mouse spielen, der Pendler welcher sich mit Social Media bei Laune hält, oder der Schreiner von neben an welcher nach Feierabend auf dem Sofa noch Emails prüft oder Fussballergebnisse abfragt – all dies wäre ohne Tablets nicht moeglich.  Dies ist nicht nur die Gegenwart, sondern an eine solche Entwicklung hätten wir vor fünf Jahren nicht einmal ausmalen können. Dies spürte ja ebenfalls Steve Balmer bei der Vorstellung seines SlatePCs.

Revolution

Dies ganze hat bereits schon für viele Revolutionen gesorgt. Hierzu zählen neben der „App für 79ct“, dem „Flashtod“ auch der „Instant On“ Gedanke – man will einfach nicht mehr warten. Diese ganzen harten und schnellen Veränderungen so zu nutzen um selbst darauf Profit zu generieren ist meiner Meinung nach die schwerste Aufgabe in der jetzigen IT-Landschaft.

Chanchen

Somit gibt es nun einen völlig neuen Personenkreis mit völlig neuen Anforderungen an Software und Hardware. Dies sind die waren Casual-User für welche das Gerät was sie in den Händen halten keinerlei Stellenwert haben und eventuell nicht einmal wissen was dies überhaupt ist. Egal was sie nutzen, es muss einfach, schnell und peppig sein. Mit Terminallisten verliert man diese neue, immer Größer wachsende und deswegen sehr kaufkräftige Gruppe an Personen.

Diese komplett unbedarften Benutzer bieten bisher unüberschaubaren Raum für Neues. Dieser Personenkreis – nicht diese Generation – welche jetzt als erstes einen Touchscreen an die Finger anstatt eine Maus in die Hand bekommen, sind nicht durch jahrzehntelange monotone Mausschupferei in alte Bahnen festgefahren sondern offen für neues.

Voellig andere Bedienkonzepte können hier durch aufbluehen. Neben Microsoft welche diese Entwicklungen mit ihren WindowsPhone 7 beziehungsweise generell mit ihr Metro-Oberflaeche eingeläutet hat, haben auch andere Oberflächen wie Unity von Canonical sich das Ziel gesetzt, anders zu sein als was die Vergangenheit einen aufgebürdet hat. Beide Konzerne sind hierdurch in unheimlich starke Kritik geraten welche nach meiner persönlichen Meinung zu oft ungerechtfertigt war oder immer noch ist.

Am Beispiel von Windows8 und seiner Oberfläche sieht man eventuell was passieren kann. Die Konzepte und Ideen welche hinter Metro stecken sind wirklich super. Einfachheit, keine Verwirrungen, also auf den Inhalt fokussiert. Jedoch musste um keinen allzu harten Schnitt entstehen zu lassen viel aus dem altbekannten ausgelatschten Wegen übernommen werden – so ist Metro auch auf maussteuerbasiersten Systemen Pflicht und dies ist wirklich eine Qual.

Auch sorgen die Kacheln anstatt wie im WindowsPhone7 in Windows8 für eher Platzverschwendung (Dateiübersichten, usw.) anstatt für eine Reduzierung von Ablenkungen.

Fazit

Ich finde es spannend, endlich hat meine IT-Generation ihre eigene Revolution – und ich kann live dabei sein und diese formen!

Gruss,

-der Bayer

4 Gedanken zu “IT Revolution 3.0? Wir sind live dabei!

  1. Schöner Artikel, auch wenn der noch nicht ganz so in die Tiefe geht. Ein wenig mehr Beispiele um den Charakter einer Revolution zu untermauern könnten schon drinnen sein, auch wenn ich selber weiß dass Revolution auch zu Großteilen ein Gefühl ist.
    Diese Gefühl der Aufbruchstimmung sehe ich aber schon etwas früher als du beginnen. Mit dem Einzug von Smartphones in den Alltag der Menschen kombiniert mit der immer größeren Nutzung von Social Media Diensten im Web und der Möglichkeit der Selbstproduktion und Vermarktung im Netz. Es gehört alles irgendwie zusammen, dank des Internets, und ist heute fast unzertrennlich mit unserer Generation verschmolzen. Man merkt dies an alltäglichen Dingen, wenn man in der Bahn sitzt, und 4-5 Leute auf ihren Smartphones Twitter, Facebook oder auch einfach nur Angry Birds ’spielen‘.
    Tablets etablieren sich so langsam auch als Frühstückstischersatzzeitung (geiles Wort) und können ja auch als interaktives Buch bzw. News-Magazin herhalten. E-Mails lesen oder schreiben und mal schnell nach einer Wortübersetzung suchen, dafür sind die Teile ideal geeignet.

    PS: Silicon Valley heisst das ganze. Hat nix mit Silikon zu tun sondern mit Silicium.

    • Hi Leszek, danke für deinen Kommentar.
      Ja, ich habe alles sehr offen gelassen, da ich aus meiner Sicht dies nur von der Firma Apple und ihren Produkten einschätzen kann aber eben nicht die Diskussion auf dies lenken. Werde mir was einfallen lassen ;)

      Womit du vollkommen recht hast, ist das mit der Morgenzeitung. Auch bei nicht technikaffinen Menschen ist es so, dass sie immer mehr die Zeitung entweder gleich digital lesen oder über news.google.com oder so sich versorgen.

      Immer dieses Silicium. Auf einem englischen OS, mit englischer Tastatur ein deutsches Wort schreiben, welches n False Friend ist. Mehr Fettnäpfe gibt es nicht – hoffe dies hat KDE oder Neptune besser gelöst ;)

      Schoenen Abend noch!

  2. Ob das eine Revolution ist, kann ich nicht sagen, was ich aber jetzt schon weiss, ist, dass das nicht alles zum Guten verändert.

    Auch mit den neuen Geräten wird es immer noch Leute geben, die das Internet intensiv nutzen und solche, die es als lästiges Übel sehen. Die Tatsache, dass man „immer online“ ist, ist vielleicht gar nicht mal so gut. Wo bleiben die Freiräume? Die erfährt man erst, wenn man sich mal ins Ausland auf den Weg macht und mobiles Internet auf einmal teuer wird.

    Tabletts werden die Nutzerschaft noch stärker als bisher in „reine Konsumenten“ und „Mitgestalter“ trennen. Nicht der Konsum muss leichter werden, sondern die Beteiligung.

    Das hört sich jetzt sehr pessimistisch an, ist es auch, weil ich einen Kontrapunkt setzen möchte.

    Mit dem Einzug der Taschenrechner haben Menschen verlernt, im Kopf zu rechnen, was nicht so wahnisnnig dramatisch ist, schlimmer ist allerdings, dass die Leute auch nicht mehr überschlagsmässig im Kopf rechnen können und das führt dazu, dass sie ihren Fehleingaben mehr vertrauen als ihrem eigenen Kopf.

    Immer Internet greifbar zu haben, führt dazu, dass von Menschen immer weniger gewusst wird. Wenn keine solide Wissensbasis da ist, kann man auch keine Zusammenhänge mehr erkennen. Das ist bitter. Dass Menschen, nur Probleme lösen können, wenn sie elektronische Unterstützung haben, ist keine gute Entwicklung.

    Wie immer, so ist auch hier die goldene Mitte gefragt.

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