Sonntagsmusik #20 – Schräges Japano Geschrammle mit ‚Baby Metal‘

Servus ihr,
durch Zufall bin ich auf ‚Baby Metal‘ gestossen. Eine japanische Death-, Industrial-, Whateverband.
Das hier ganz auf Stereotypen Wert gelegt wird sieht man allein an dem weiblichen Trio welche die Besetzung bilden.

Über die Band
Mit Geburtstagen aus den Jahren ’98 und ’99 inklusive den fuer Japan oft vorkommenden Kind‘-chen Schema wirkt es wirklich absurd.
Die Namen der drei, ich nenne sie mal, Darsteller ‚Su-Metal‚, ‚MoaMetal ‚ und ‚YuiMetal‚ lassen auch auf ein starkes, PR-basierende Hypewelle schließen.

Diese Band gibt aber auch einen Einblick in die Musikwirtschaft unsere Freunde aus Nippon. Wohl mit unverstellbarer Planung werden dort Bands gegründet, besetzt und vermarktet. So beschriebt die deutsche Wikipedia den Werdegang der Band wie folgt:

Die Band wurde zunächst als eine Subgruppe der Idol-Gruppe Sakura Gakuin gegründet. Das musikalische Konzept der Band ist eine Verschmelzung von Idol-Musik mit Metal.

Im Frühjahr 2013 machte Suzuka Nakamoto (Su-Metal) ihren Abschluss an der Mittelschule und musste damit auch ihren Abschluss bei der Gruppe Sakura Gakuin machen. Das Konzept von Sakura Gakuin sieht vor, dass die Mitglieder die Gruppe mit ihrem Abschluss an der Mittelschule verlassen müssen, um für jüngere Mitglieder Platz zu machen. Damit hätte Su-Metal eigentlich auch die Subgruppe Babymetal verlassen und ggf. ersetzt werden müssen. Es wurde aber beschlossen, Babymetal zukünftig als eigenständiges, von Sakura Gakuin losgelöstes Projekt.

Erfolg
Natürlich ist BabyMetal vor allem im japanischen Markt aktiv. Allerdings schafften Sie es auch an die Spitze der US-amerikanischen Metal-Charts bei iTunes. Respekt!

Alles egal!
Ich mag die Musik. Generell bin ich ja Fan von harten Klängen aber sauberen, amüsanten Gesang. Schaut euch doch einfach mal das Video an oder liest den Wikipedia-Artikel durch.

Licht aus, Spot an!
Nun langts mit dem Gesülze. Hier einmal drei Tracks welche ich auf den ersten Blick als unterschiedliche ‚Ausprägungen‘ der Band wahrgenommen habe.

1. Doki Doki
Dieses Lied ist wohl deren Signature-Track. Er schreddert mit einfachen, aber durchdringenden Riffs ins Ohr. Dazu noch die Mädchenstimmen welche eher an ein udz glückliches Kinderlied erinnern. Sehr geniale Kombo für den Sommer oder um sich mal wieder hoch zu pushen. Könnte man japanisch, wäre das sicherlich ein Ohrwurm!

2. ヘドバンギャー!!, Headbangeeeeerrrrr!!!!!
Die vielen Satzzeichen versprechen viel. Halten viel. Fuer Europäer sehr verwirrende Klangspiele. Eher Industrial mit Synthies (Kraftwerk-Style) und Triangels. Brettert schön durch ohne aufregend zu sein.
Zu den weiblichen Stimmen kommt kurzes, gut eingesetztes Gegrowle. Taugt!

3. 紅月 – AKATSUKI
Wirkt stark wie emotionaler JPop. Flott gespielt eher Melodic-Death (ohne Kerzen). Da es als Solo einer Sängering vorgetragen wird hat es fast ein bissl Aehnlichkeit mit Within Tempation oder Evanescence.

Richtigstellung durch F.A.:

Zum 3. Lied hätte ich eine kleine Korrektur: das Lied passt besser in die Kategorie Power Metal oder Symphonic Metal. Melodic Death Metal Merkmale kann ich keine hören.

Bleibt offen fuer Neues!
– Bayer

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