Eigene Webseiten im Wandel der Zeit – spannend und eine bisschen creepy

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Dies trifft vor allem auf das schnelllebige Web zu. Umso mehr wenn man als Teenager im „Web 1.0“-Boom aufwächst und man sich „cool“ vorkommt eine eigene Webseite zu haben. räusper. Hiervor war damals niemand gefeilt! Wirklich nicht.

Als ich so meine privaten Projekte und Webseiten durchsah, merkte ich richtig die Einflüsse der Zeit beziehungsweise wie sich mein Geschmack entwickelt hat – und warum ich beruflich eher in Business-Applications und Backend zuhause fühle und kein preisbeworbener UI beziehungsweise UX’ler bin.

2002 / 2003 Mit knapp 15 Jahren habe ich angefangen nicht nur auf Webseiten mit meinem ISDN-Anschluss zu surfen sondern auch selber welche anzufertigen. Natürlich hat man damals noch keinerlei Ahnung gehabt und kam sich extra cool vor wenn man mit Microsoft Frontpage oder Lycos Tripod seine allererste Webpräsenz aufgebaut hatte. Nein, es gibt keine Bildschirmaufnahmen von damals puh.

2004 Alles musste schwarz sein und gefährlich klingen! Anders kann ich mir heutzutage den Namen meiner allererste Domain, „to-x-ic.com“ geschrieben natürlich als Marke mit einem großen X wie Xzibit geschrieben, nicht erklären. Habe damals mit Medien zu experimentieren angefangen wo sogar zum Schluss nette kleine Filmchen herausgekommen sind. Heute würde man es auf Youtube eventuell Vlog nennen. Damals gab es jedoch weder Youtube, noch Blogs, noch digitale Filmkameras in mehr als Marschauflösungen finanzierbar.

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2007 Mich erstaunt, dass ich damals wirklich so lange an einem Projekt festgehalten habe. Erst nach knapp drei Jahren hatte manselbst auf das Ganze keinerlei Lust mehr.

In 2007 war ich mit meiner damaligen Ausbildung zugange. Hier hab ich das erste Mal eine etwas professionellere Sichtweise auf die von mir verwendeten Techniken – wie php, css oder html – bekommen. Mit Betonung auf etwas. Für die Zukunft wirklich wichtig: Ich traf zwei Freunde die mir auf der einen Seite das Pixelschupfen und schöne Oberflächen schmackhaft machten, als auch dass man eine gute und solide technische Grundlage braucht. Ab da an versuchte ich weniger zu Pfuschen – gelang sogar auch, irgendwie.

War zu dieser Zeit irgendwas eckiges, kantiges modern? Nachdem ich vom etwas prolligen to-x-ic.com auf meine Namens-Domain tobias.scholze.de umschwenkte stieg der Vergangenheits-Tobi nämlich auch auf eine eckige Gestaltungssprache um. Von margin oder padding hab ich scheinbar noch nichts gewusst – alles ein bisschen gequetscht. Dennoch, ich finde für diese Seite habe ich mich damals nicht verstecken müssen.

2007

2010 Zwischen 2007 und 2010 musste ich irgendwie die Lust verloren haben. Neben Umzügen fand ich damals auch meine erste Freundin und habe so scheinbar meine Webprojekte stark vernachlässigt. Zwar könnte ich wetten, dass ich diese Platzhalter-Seite damals sehr mochte und durchgestylten fand – heutzutage sie mir jedoch sehr tröge und für mich einen großen Rückschritt zu 2007 darstellt.

Was man an den verwendeten Logos merkt: Tobi war in den Social-Media-Kanälen angekommen. Zu mindestens bei Twitter und Facebook. Das ich damals meinen Blog bei WordPress hatte, war der Tatsache geschuldet, dass ich bemerkt habe, dass ich wohl (noch) nicht der beste Entwickler sei. Sowie die Erkenntnis, dass ich wohl alle Dinge die mit „vom Web erreichbar“ und „Autorisierung“ zu tun haben erst einmal anderen überlassen sollte.

2009

2011 Mein Studiumsbeginn – naja fast. Als Student bekam man an meiner damaligen Universität eine von aussen erreichbaren Speicher der, nach dunkeln Erinnerungen nach, sogar php und mit Tricks auch Java unterstützte. Damals war jedoch php schon auf dem absteigenden Ast was die Hippies anbelangt – meine Liebe zu Java began.

Ich kehrte wieder zurück zu meinem eckigen Design und setze nun auf mehr Farbe. So im Nachhinein finde ich den blauen Hintergrund und die gräuliche Schrift recht passable. Allein die verschieden eingefärbten Überschriften hätte man sich wohl sparen können. Ach ja – Erinnerungen.

Zu diesem Zeitpunkt besaß ich schon länger keine eigene Domain oder Server mehr. Zu aufwendig. Es war auch die Geburtsstunde von passablen Hoster und anderen Webservicen welche den Nerd-Aufwand eines eigenen Servers unlukrativ erscheinen diesen.

Fun-Fact: Man merkt wohl meinen Umstieg auf ein kleines 13″ MacBook. Die komplette Seite wirkt etwas gequetscht. Responive-Design: was’n das?

2010

2014 Studium rum, das Arbeitsleben ruft. Ich merkte schnell, dass wenn man etliche Stunden am Tag beruflich an Large-Scale-Web-Business-Applications – wollte ich schon immer einmal schreiben – arbeitet, die Lust sich in der Freizeit noch damit zu beschäftigen nahe 0 tendiert. Ein Glück dass damals Github die „Github Pages“ eingeführt hat. Diese langten locker aus um mal eine statische html-Datei auszuliefern oder einfach mal wieder im Web zu experimentieren.

Einen eigenen Blog brauchte ich damals nicht mehr. Ich schrieb für mobilegeeks.de als auch später für apfeltalk.de und hatte private Gemeinschaftsblogs zu alltäglichen Themen (Der Bayer und der Würschtlmann) als auch zu Entwicklerthemen (codebuddies.de – diesen hier eben).

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Fazit Ja es ist schön solch Prozesse nun über zehn Jahre begleiten zu können und immer wieder Lebensmomente damit verknüpfen zu können. Ich hoffe ich bleib der Technikwelt noch länger so wohlgesonnen. Bin gespant was als nächstes kommt.

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